Das World Wide Web

Geschichte des World Wide Web

Ein wesentlicher Teil der heutigen Internetinhalte wird von den Nutzerinnen und Nutzern weltweit selbst generiert. "User generated content" oder "User created content" bezeichnet die Nutzungsform des World Wide Web, die sich Anfang der 2000er Jahre entwickelt hat. Begrifflichkeiten, die in diesem Zusammenhang ebenfalls gern verwendet werden, sind das "Web 2.0" - das "Mitmach-Internet", die "Zweite Generation des World Wide Web" (Focus Online, Technik-Lexikon: "Web 2.0"). Im Unterschied zum "Web 1.0" (90er Jahre bis ca. 2003), das technisch vor allem Informationen bereitstellte, zeichnet sich das "Web 2.0" durch eine Reihe von interaktiven und kollaborativen Elementen aus, die es Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, eigene Inhalte zu produzieren und über das Internet mit anderen zu teilen. Ein weiterer Schritt ist die Entwicklung des Web 3.0 (ca. ab 2010), in dem Computer "verstehen lernen", d.h. zur Verfügung gestellte und benutzergenerierte Inhalte in Verbindung und Bezug zueinander setzen kann. Es wird deshalb auch als das "semantische Web" bezeichnet, in dem Informationen aus dem benutzergenerierten Inhalt maschinenlesbar werden. Der aktuelle Entwicklungsstand der Digitalisierung, in dem Realität und virtuelle Welt immer stärker miteinander verschmelzen (z.B. weisen uns Gesundheitsapp auf unsere Bewegungsdefizite hin oder welche Nährstoffe wir heute noch unbedingt zu uns nehmen müssen), wird schon jetzt mit "Web 4.0" bezeichnet.

Zusammengefasst bedeutet diese Entwicklung, dass der heutige Nutzer und die heutige Nutzerin nicht mehr nur "Konsument/-in" von Inhalten ist, sondern vielmehr "Prosument/in", d.h. eine Mischung aus Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Produzentinnen und Produzenten, der/die aktiv jede Minute eine steigende Menge an Online-Daten generieren. Es werden Texte geschrieben, Bilder gemacht sowie Videos gedreht. Die Ergebnisse werden auf eine digitale Plattform geladen und häufig mit einer Kommentarfunktion verknüpft. "[...] YouTuber laden pro Minute 500 Stunden Videos auf die Plattform." (Michael Kroker, 2017: "Die spannendsten Zahlen & Fakten rund um YouTube – Stand Mitte 2017")

Damit können heute quasi alle Menschen mit Internetzugang Journalist/-in, Reporter/-in, Blogger/-in, YouTuber/-in usw. sein und Inhalte online stellen. Daraus ergibt sich dann für jene, die die Inhalte konsumieren, die Herausforderung zu bewerten und zu entscheiden ob die gefundenen Informationen korrekt oder gefälscht sind. "Fake News", "Filterblasen" und "Hoaxes" sind Begriffe, die in diesem Zusammenhang immer wieder fallen und eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit beschreiben.