Das FOMO-Syndrom
Die Angst etwas zu verpassen...
In einer Welt, in der sekündlich Neuigkeiten die Smartphones und
Tablets erreichen, in der zu jeder Zeit alles geteilt und kommentiert
werden kann, erfolgte eine Verstärkung des gesellschaftlichen
"FOMO-Phänomens", d.h. die Angst, etwas zu verpassen. Das können eine soziale Interaktion, eine Neuigkeit oder eine neue Erfahrung sein. Es handelt sich hierbei also nicht um ein Phänomen, das zwangsläufig durch die Digitalisierung verursacht wurde, sondern dem Menschen als soziales Wesen inne wohnt. Die Digitalisierung trägt aber zu einer Verstärkung bei. Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram und
Twitter sind digitale "Werkzeuge" um sich selbst in einem sozialen Gefüge zu definieren. Dafür werden Bilder, Texte und Videos, aber auch Gedanken und Gefühle geteilt.
Damit verfestigt sich die Überzeugung "Ich teile also bin ich" und eine
Verschiebung der Realität und der sozialen Interaktion in der digitale
Welt.
FOMO ("Fear of missing out") ist kein anerkanntes medizinisches Krankheitsbild, so dass es keine einheitliche Symptomatik gibt. Dennoch lassen sich gewisse körperliche oder auch Verhaltenszustände mit diesen Ängsten in Zusammenhang bringen:
"[...]Es ist gar nicht so schlimm, Stunden mit seinem Smartphone zu verbringen.
Schlimm ist, wie oft wir dafür den Tag unterbrechen. 17- bis 23-Jährige
ziehen ihr Smartphone im Schnitt 130-mal am Tag aus der Hosentasche und
schalten es ein. Geht man von 16 Wachstunden aus, unterbricht man damit
alle sieben bis acht Minuten seinen Tagesablauf. Man kommt also nie
wirklich dazu, einen klaren Gedanken zu Ende zu führen, weil ständig
irgendetwas bimmelt. [...]" (Quelle https://blog.wdr.de/digitalistan/fomo_-_nein_jomo/)
Weitere Verhaltensweisen, die mit FOMO im Zusammenhang stehen sind:
- Unruhe und Nervosität
- Traurigkeit
- ständiges routiniertes Checken der Sozialen Netzwerke
- Konzentrationsprobleme
- Bedürfnis sich online ständig mitzuteilen